Nachtslalom Schladming: Flitzer, Aufholjagden und Tragödien

Spektakuläre Ski-Unterhaltung beim Nachtslalom in Schladming: Der Führende nach dem ersten Lauf schied aus, eine “Flitzerin” störte die Zeitmessung, ein Franzose fuhr von Platz 30 fast aufs Podest – ein denkwürdiger Skiabend in der Steiermark.

Den bittersten Abend beim Nachtslalom in Schladming erlebte der Österreicher Marco Schwarz. Mit Startnummer 1 hatte er sich an die Spitze gesetzt, im zweiten Durchgang patzte er aber. Er stieg zurück und kam zunächst als 27. ins Ziel, wurde dann aber sogar disqualifiziert.

Der Sieg ging an den Norweger Henrik Kristoffersen vor dem Franzosen Alexis Pinturault (+0,34 Sekunden) und dem Schweizer Daniel Yule (+0,83). Das Trio hatte nach dem ersten Durchgang auf den Plätzen zwei, drei und vier gelegen.

Die spektakulärste Fahrt auf der Schladminger Planai gelang aber dem Franzosen Clément Noël. Nach verkorkstem ersten Lauf attackierte der Franzose bedingungslos und schob sich von Platz 30 mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang auf Rang vier vor. Am Ende fehlten nur 16 Hundertstel zu den Podestplätzen..

Straßer von 16 auf 13

Linus Straßer vom TSV 1860 München war der einzige Starter des Deutschen Skiverbands im zweiten Lauf. Nach zwei Fehlern im ersten Durchgang ging er von Platz 16 auf die Aufholjagd. “Oben habe ich schon probiert Gas zu geben”, sagte Linus Straßer nach dem zweiten Durchgang. Dann bemerkte er aber, wie riskant der zweite Durchgang gesteckt war und hat etwas “zurückgenommen”. Straßer wollte sichere Weltcuppunkte mitnehmen, was ihm als 13. auch gelang.

Anton Tremmel und David Ketterer verpassten die Top 30 und damit den zweiten Durchgang. Sebastian Holzmann, Dominik Stehle und Fabian Himmelsbach schieden im ersten Lauf aus.

Eine “Flitzerin” stört die Zeitmessung

Für den kuriosesten Moment des Rennens sorgte eine “Flitzerin” beim zweiten Lauf von Junioren-Weltmeister Alex Vinatzer aus Italien. Die passierte die Ziellinie wenige Hundertstel vor Vinatzer, dem Sechsten nach dem ersten Durchgang, auf den letzten Metern – und löste prompt die Zeitmessung aus. Die “1” leuchtete auf der Anzeigetafel, Vinatzer feierte schon die vermeintliche Führung – und musste sich dann doch “nur” mit Platz drei zufrieden geben, am Ende wurde er Sechster.

Verabschiedung von Felix Neureuther

Zwischen den beiden Durchgängen wurde Felix Neureuther von den Fans in Schladming verabschiedet. Der Partenkirchner war 2019 zum letzten Mal in Schladming am Start. In diesem Jahr war Neureuther erstmals in seiner Rolle als ARD-/BR-Ski-Experte im Einsatz. Der Stadionsprecher verabschiedete den 35-Jährigen mit den Worten: “Er ist für uns der sympathischste Deutsche: Felix Neureuther.”

via br

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