Furioser Thiem schockt Nadal

Damit scheitert der Weltranglistenerste und Topfavorit im Viertelfinale. Roger Federer muss fürs Schimpfen bezahlen. Biathlet Erik Lesser wird für die EM nominiert, obwohl er die Norm nicht erfüllt hat.

Tennis, Australien Open: Dominic Thiem ist am Freitag (9.30 Uhr MEZ) Gegner von Alexander Zverev im Halbfinale der Australian Open. Der 26 Jahre alte Österreicher bezwang am Mittwochabend in Melbourne in einem packenden und verbissen geführten Match den Weltranglistenersten und Vorjahresfinalisten Rafael Nadal (Spanien). Thiem, Nummer fünf der Weltrangliste, gewann nach 4:10 Stunden 7:6 (7:3), 7:6 (7:4), 4:6, 7:6 (8:6). Im direkten Vergleich mit Zverev führt Thiem 6:2.

Für Dominic Thiem, der sich in der vergangenen Woche nach nur wenigen Tagen Zusammenarbeit von Coach Thomas Muster getrennt hatte, ist es die fünfte Halbfinalteilnahme bei einem Grand Slam. Bisher war er nur bei den French Open in Paris in die Runde der letzten Vier eingezogen – dies gelang ihm in den vergangenen vier Jahren.

2018 und 2019 stand er danach jeweils im Endspiel, verlor aber beide Male gegen Nadal. Sein Sieg am Mittwoch ist der erste im sechsten Grand-Slam-Duell mit dem Mallorquiner, der in den ersten beiden Sätzen jeweils ein Break nicht nutzen konnte. Das zweite Halbfinale bestreiten am Donnerstag (9.30 MEZ) Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer (Schweiz) und Titelverteidiger und Rekordsieger Novak Djokovic (Serbien).

Tennis, Roger Federer: Seine Flüche bei den Australian Open kosten den Schweizer Tennisprofi Roger Federer 3000 US-Dollar. Der Rekord-Grand-Slam-Sieger werde für eine hörbare Obszönität bestraft, teilten die Veranstalter des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres am Mittwoch mit. Federer hatte im dritten Satz seines Viertelfinals gegen den Amerikaner Tennys Sandgren geflucht. Das Match gewann Federer erst nach Abwehr von sieben Matchbällen in fünf Sätzen.

Am Donnerstag (9.30 Uhr) spielt der 38-Jährige gegen den serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic um den Einzug ins Endspiel der Australian Open. Die bislang höchste Strafe der diesjährigen Auflage des Turniers von 7500 US-Dollar bekam der Franzose Benoit Paire.

Biathlon, Lesser: Er traf die Scheiben nicht mehr, zweifelte und musste zuletzt sogar im zweitklassigen IBU-Cup ran – nun geht für Erik Lesser der Traum von der WM in Antholz durch die Hintertür doch noch in Erfüllung. Trotz fehlender sportlicher Qualifikation nominierte der Deutsche Skiverband (DSV) den 31-Jährigen aus Frankenhain für den Saisonhöhepunkt in Südtirol vom 13. bis 23. Februar. Immerhin hatte sich Lesser im letzten Weltcup vor den Titelkämpfen in ansteigender Form präsentiert. Mit Platz 14 im abschließenden Massenstart in Pokljuka erfüllte der zweimalige Weltmeister und Olympiazweite von Sotschi 2014 nur die halbe WM-Norm und zweifelte selbst: “Das ist für ganz vorne nicht gut genug. Dann braucht das Team nicht zwingend einen Erik Lesser. Ich habe mein Ding abgespult und das gemacht, was möglich ist. Ich kann mir nichts vorwerfen.”

Zumindest ins Team schaffte er es damit. Ob der lange Zeit enttäuschende Lesser in Antholz aber auch tatsächlich starten darf, ist angesichts der starken Konkurrenz im eigenen Lager fraglich. Ihm dürfte letztlich die Rolle des Ersatzmannes zukommen.

England, Fans: Das Haus des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des englischen Fußball-Rekordmeisters Manchester United ist Ziel eines Angriffes geworden. Nach Berichten des Daily Mirror wurde die Attacke auf Ed Woodwards Wohnsitz am späten Dienstagabend von einer Gruppe von 20 bis 30 mit Sturmhauben bekleideten United-Anhängern durchgeführt. Dabei warfen die Angreifer mit Pyro und besprühten einen Torpfosten zudem mit Graffiti, die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

“Jeder, der einer Straftat oder des unbefugten Betretens dieses Geländes für schuldig befunden wird, wird vom Klub auf Lebenszeit gesperrt und kann strafrechtlich verfolgt werden”, teilte United in einem Statement mit: “Die Meinungsäußerung von Fans ist eine Sache, krimineller Schaden und die Absicht, Leben zu gefährden, eine andere. Dafür gibt es keine Entschuldigung.” Woodward, der zum Zeitpunkt des Angriffs offenbar nicht zu Hause war, war in den letzten Partien Ziel von Sprechchören der United-Fans geworden. Die Anhänger werfen ihm vor, in den letzten sieben Jahren an der rückläufigen sportlichen Entwicklung des Klubs beteiligt zu sein.

Bundesliga "Meine Trainerkarriere ist beendet"

via sz

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