Abschied der Biathlon-Königin Dahlmeier auf Schalke

Abschied auf Schalke: Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier steht bei der World Team Challenge in Gelsenkirchen ein letztes Mal im Fokus. Natürlich geht sie den Show-Wettkampf hochmotiviert an und will ein letztes “perfektes Rennen”.

Noch einmal eine große Show? Vielleicht sogar ein Sieg? Bei ihrem sportlichen Abschied von der Biathlon-Bühne liebäugelt “Frührentnerin” Laura Dahlmeier mit einem perfekten letzten Rennen. “Sobald ich natürlich meine Startnummer anhabe, gebe ich Gas”, versichert die Doppel-Olympiasiegerin, ehe sie bei der diesjährigen World Team Challenge auf Schalke ein letztes Mal in die Loipe geht.

18. Auflage des Showevents

Bei der 18. Auflage des Showevents in der Gelsenkirchener Fußballarena geht die 26-Jährige am Samstag (18.15 Uhr) mit Philipp Nawrath an den Start. Wirklich weg wird die Biathlon-Königin aber auch nach diesem Rennen nicht sein. Beim Weltcup in Frankreich hatte Dahlmeier vor Weihnachten ihr TV-Debüt im ZDF gegeben, bei dem sie in der ersten Saison nach einer von ihr geprägten Ära zum Expertenteam zählt.

Dahlmeier ist fit

Nun wird mit reichlich Wohlwollen noch einmal auf ihre Leistung geschaut. “Ich werde mein Bestes geben, um ein perfektes letztes Rennen zu laufen. Zwingend gewinnen muss ich nicht, es ist schon großartig, dabei zu sein”, sagte Dahlmeier. Rund 4000 Kubikmeter Schnee aus der Neusser Skihalle und mehr als 45.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena sorgen für einen spektakulären Rahmen. Der Trainingsaufwand ist wohl kaum mit dem in ihrer aktiven Laufbahn zu vergleichen. Aber konkurrenzfähig dürfte die Garmisch-Partenkirchenerin allemal sein. Erst im November hatte Dahlmeier, die in München ein Studium der Sportwissenschaften absolviert, für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) bei der Berglauf-WM teilgenommen. Im argentinischen Villa la Angostura bewältigte sie einen Höhenunterschied von mehr als 2000 Metern und belegte den 27. Platz.

Ein letztes Mal

Im Biathlon hatte sie in ihrer kurzen, aber umso erfolgreicheren Karriere alles gewonnen: zwei Mal olympisches Gold, sieben Weltmeisterschaften, einmal den Gesamtweltcup, zudem die Auszeichnung als Sportlerin des Jahres 2017. “Es war sicherlich nicht immer einfach, ich bin aber extrem dankbar, dass ich alles das erreichen durfte”, sagte Dahlmeier, die zum Ende ihrer Karriere immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Auf Schalke, wo sie 2013 gewinnen konnte, bekommt sie es jetzt ein letztes Mal mit einem hochklassigen Teilnehmerfeld zu tun.

via br

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