Trump liefert sich Duell mit Demokrat Bloomberg

  • Vor der Präsidentschaftswahl November müssen die Demokraten einen Kandidaten küren, der voraussichtlich gegen Donald Trump antritt.
  • Die Vorwahlen beginnen am 3. Februar in Iowa und ziehen sich bis zum 6. Juni hin.
  • Die wichtigsten Meldungen zum Wahlkampf in den USA finden Sie hier.

Der Wahlkampf in den Vereinigten Staaten läuft schon deutlich länger, doch am 3. Februar 2020 werden die Wähler zum ersten Mal an die Urnen gebeten. An diesem Tag beginnen die Vorwahlen der Demokraten, in deren Verlauf sich der Konkurrent oder die Konkurrentin für US-Präsident Donald Trump herausstellen wird. Fünf Bewerber haben noch die Mittel und je nach Umfrage die erforderlichen Stimmen, um für die demokratische Kandidatur in Frage zu kommen: Joe Biden, Bernie Sanders, Elizabeth Warren, Pete Buttigieg und Michael Bloomberg. Alle Nachrichten und Entwicklungen im Überblick:

Duell beim Super Bowl

Es ist eines der größten Fernsehereignisse der Welt: der alljährliche Super Bowl, das Endspiel der Football-Liga NFL. 100 Millionen Amerikaner schauen zu, 30 Sekunden TV-Werbung kosten 5,6 Millionen Dollar. In diesem Jahr spielten auf dem Rasen die Kansas City Chiefs gegen die San Francisco 49ers. Und in der Werbepause kämpfte Donald Trump gegen Michael Bloomberg. Nachdem der Milliardär Bloomberg für zehn Millionen Dollar Sendezeit für seinen Wahlwerbespots eingekauft hatte, zog Trump nach. Für Bloomberg, der spät ins Kandidatenrennen der Demokraten eingestiegen ist, war es sicher ein wichtiger Moment. Wie das Duell der Politiker ausgeht, wird sich natürlich erst im Laufe des Jahres entscheiden. Auf dem Rasen jedenfalls gewann Kansas. (ghe, 3. Februar 2020)

Delaney zieht sich aus dem Rennen zurück

Der ehemalige Abgeordnete John Delaney, hat seine Bewerbung zurückgezogen. Er gab für die Kandidatur sein Amt im Repräsentantenhaus auf, wo er die Bürger im 6. Wahlbezirk von Maryland vertrat und eher als Hinterbankler galt. Zuvor war Delaney Geschäftsmann, der zwei Unternehmen mitgründete, die es bis an die New Yorker Börse schafften. Er gehört zum Parteiestablishment, seine Kandidatur verlief eher unspektakulär. (cck, 31. Januar 2020)

Kampf zwischen den Demokraten und gegen Trump

Während das Rennen zwischen den Demokraten in den landesweiten Umfragen enger wird, verfolgen die bereits gewählten Demokraten im Kongress in Washington ein Projekt: Das Impeachment gegen US-Präsident Trump. Die Wahrscheinlichkeit, dass die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit im Senat zustande kommt, ist sehr gering, doch ein Ziel versuchen die Demokraten dennoch zu erreichen: Die aus ihrer Sicht unlauteren und unrechtmäßigen Handlungen des Präsidenten vor den Wählern offenzulegen und ihm so im Hinblick auf die Wahlen am 3. November zu schaden. Dabei hilft ihnen auch, dass Trumps ehemaliger Nationaler Sicherheitsberater John Bolton plant, ein Buch zu veröffentlichen, dessen Inhalt den Präsidenten im Bezug auf die Ukraine-Affäre schwer belastet. (bix, 27. Januar)

Letztes TV-Duell vor den Vorwahlen

Knapp zwei Wochen vor dem Beginn der ersten Vorwahlen in Iowa trafen die Bewerber der Demokraten noch einmal vor laufender Kamera aufeinander. Dabei fehlte allerdings Michael Bloomberg, der auch erst beim Super Tuesday zur Wahl stehen wird. Nachdem sich Bernie Sanders und Elizabeth Warren bei den Diskussionen im Herbst noch schonten, attackierten sie sich nun erstmals direkt. Dabei dominierte die Frage, ob eine Frau überhaupt in der Lage sei, US-Präsident Trump ernsthaft herauszufordern. Warren entzog sich dieser Diskussion und verteilte stattdessen Spitzen gegen Sanders und Biden. (bix, 15. Januar)

Was bisher geschah

Das Feld der Bewerber hat sich gelichtet, aber nur ein wenig: 14 Demokraten konkurrieren immer noch darum, für die Partei in den Präsidentschaftswahlkampf zu ziehen. Favorit in den Umfragen ist bislang Joe Biden, Vizepräsident unter Barack Obama, der für einen gemäßigten Kurs steht. Aber auch Bernie Sanders und Elizabeth Warren – beide Kandidaten des so genannten progressiven Parteiflügels – haben noch Chancen auf die Spitzenkandidatur. Ebenso Pete Buttigieg, der politisch eher auf Bidens Linie liegt. Ein wenig dahinter in den Umfragen liegt der erst kürzlich ins Rennen eingestiegene Milliardär Michael Bloomberg.

Bei den Republikanern sieht es unterdessen nach einer überdeutlichen Mehrheit für Donald Trump als Spitzenkandidaten aus. In einigen Bundesstaaten haben die Republikaner sogar die Vorwahlen abgesagt mit dem Argument, das Ergebnis sei ohnehin klar. Allerdings steht der amtierende Präsident inmitten eines laufenden Amtsenthebungsverfahrens, das zwar aller Voraussicht nach im republikanisch dominierten Senat schetiern wird, aber dennoch den Wahlkampf beeinflussen dürfte. (ghe, 14. Januar)

via sz

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