Silvester: Geschäfte schließen früher als sonst

Den Käse für das Raclette vergessen? Keine Flasche Sekt in Reserve? Ein bisschen Deko für die Feier wäre auch noch schön? In den vergangenen Jahren ließen sich die Silvestereinkäufe noch problemlos bis in den Abend hinein erledigen. Das ist in diesem Jahr erstmals anders in Niedersachsen. Nach dem neuen Verkaufszeitengesetz schließen die Geschäfte um 14 Uhr. Wer im Einzelhandel arbeite, solle vor den Neujahrsfeiern nicht zu lange arbeiten müssen, erklärte Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD). Mit dem neuen Ladenöffnungs- und Verkaufszeitengesetz gebe es dafür nun eine rechtliche Basis.

Handelsverband erwartet Einbußen für Supermärkte

Bisher konnten die Geschäfte selbst entscheiden, wie lange sie öffnen. Nach den neuen Regeln müssen die meisten Geschäfte an Silvester, ebenso wie an Heiligabend, um 14 Uhr schließen. Das gilt auch für Supermärkte. Gerade dort erwartet der Handelsverband Niedersachsen-Bremen Einbußen, weil bisher viele Menschen noch am Nachmittag für die Silvesterfeiern am Abend eingekauft hätten. Die Gewerkschaft ver.di begrüßt dagegen die neue Regelung. Nach der anstrengenden Weihnachtszeit sei Silvester ein weiterer Arbeitshöhepunkt für Verkäufer und Mitarbeiter. Nun könnten sie sich ab 14 Uhr selbst auf den Silvesterabend vorbereiten.

Geschäfte an Bahnhöfen und Flughäfen länger geöffnet

Wer aber am Nachmittag unbedingt noch die Flasche Sekt in Reserve braucht, bekommt sie auch. Denn Geschäfte an Bahnhöfen oder Flughäfen dürfen ebenso wie Tankstellen auch nach 14 Uhr geöffnet bleiben. Apotheken haben darüber hinaus ihre normalen Notdienste. Die könnten insbesondere auch an Neujahr hilfreich sein, wenn sich der Sekt-Kater einstellt und keine Kopfschmerztabletten mehr im Haus sind.

via ndr

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