Verdacht auf Corona-Infektion nicht bestätigt

An der Uniklinik Greifswald hat sich der Verdacht nicht bestätigt, dass sich ein Mann aus Mecklenburg-Vorpommern mit dem neuen Coronavirus angesteckt hat. Das gab das Referenzlabor in Berlin nach Angaben eines Sprechers der Unimedizin am Donnerstagabend bekannt. Am Mittwochabend hatte sich ein junger Mann nach einer Chinareise mit leichten Erkältungssymptomen und Fieber im Uniklinikum vorgestellt. Formal wurde er als Verdachtsfall eingestuft und isoliert. Die Isolierung ist nun aufgehoben.

Schnelltests noch nicht verfügbar

Die vom Greifswalder Chefhygieniker Nils-Olaf Hübner erwarteten Schnelltests standen zu dem Zeitpunkt in der Universitätsmedizin noch nicht zur Verfügung. Die Industrie habe noch nicht geliefert, so der Kliniksprecher. Hübner hatte darauf gehofft, mit der Untersuchung im eigenen Haus zu einer rascheren Diagnose zu kommen. Die entsprechenden Proben für einen Test auf das Coronavirus waren deshalb an das Nationale Referenzzentrum nach Berlin geschickt worden.

Weitere Patientenprobe aus Wolgast wird geprüft

Auch am Kreiskrankenhaus Wolgast hat sich ein Patient mit der Sorge vorgestellt, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Obwohl erste Erkenntnisse dagegen sprechen, würden auch dessen Proben im Referenzzentrum untersucht, so das Uniklinikum in Greifswald. Trotz dieser Verdachtsfälle habe sich die Lagebeurteilung im Blick auf das Coronavirus nicht verändert, sagte ein Kliniksprecher.

WHO ruft internationalen Gesundheitsnotstand aus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach der rasanten Zunahme von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in China am Donnerstagabend den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Damit sind konkrete Empfehlungen an Staaten verbunden, um die Ausbreitung über Grenzen hinweg möglichst einzudämmen.

via ndr

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