Somalia erklärt wegen Heuschreckenschwärmen den Notstand

Somalia hat einen nationalen Notstand ausgerufen, da sich große Heuschreckenschwärme in Ostafrika ausbreiten.

Das Landwirtschaftsministerium des Landes sagte, die Insekten, die viel Vegetation verbrauchen, seien “eine große Bedrohung für Somalias fragile Ernährungssicherheitslage”.

Es besteht die Befürchtung, dass die Situation vor Beginn der Ernte im April nicht unter Kontrolle gebracht werden könnte.

Die UNO sagt, die Schwärme seien die größten in Somalia und Äthiopien seit 25 Jahren.

Inzwischen hat das benachbarte Kenia nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in 70 Jahren keine so schwere Heuschreckenbedrohung erlebt.

Somalia ist jedoch das erste Land in der Region, das einen Notfall wegen des Befalls erklärt.

Drohnen zur Bekämpfung von Wüstenheuschrecken getestet
Aufgrund der instabilen Sicherheitslage in Somalia können Flugzeuge nicht zum Versprühen von Insektiziden aus der Luft verwendet werden.

Im Januar rief die FAO zu internationaler Hilfe bei der Bekämpfung der Schwärme am Horn von Afrika auf und warnte davor, dass die Anzahl der Heuschrecken in der Region bis Juni um das 500-fache ansteigen könnte.

Die Schwärme breiteten sich vom Jemen über das Rote Meer nach Ostafrika aus, nachdem es Ende 2019 stark geregnet hatte, und schufen ideale Bedingungen für das Gedeihen der Insekten.

Heuschrecken können bis zu 150 km pro Tag zurücklegen. Jedes erwachsene Insekt kann täglich sein eigenes Gewicht an Nahrung zu sich nehmen.

Im Dezember zwang ein Heuschreckenschwarm ein Passagierflugzeug in Äthiopien vom Kurs ab. Insekten schlugen in Motoren, Windschutzscheibe und Nase ein, aber das Flugzeug konnte sicher in der Hauptstadt Addis Abeba landen.

via bbc

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