Asiatische Hornisse in Deutschland entdeckt

Eingewanderte Tier- und Pflanzenarten bergen meist ein Risiko für das einheimische Ökosystem. Die nun in Norddeutschland aufgetauchte Asiatische Hornisse stellt für wichtige heimische Insekten eine Gefahr dar.

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) hat Norddeutschland erreicht. Erstmals identifizierten Wissenschaftler des Centrums für Naturkunde der Universität ein lebendes Exemplar in Hamburg, wie die Universität Hamburg am Mittwoch mitteilte. Die Studie, die zudem den Wissensstand zur Invasion dieser Art zusammenfasst, ist im Fachmagazin “Evolutionary Systematics” erschienen.

Asiatische Hornisse für aggressives Verhalten bekannt

Invasive Arten sind nach Angaben der Universität eine der großen Herausforderungen, da sie sich durch die Globalisierung stark ausbreiten und so einheimische Arten bedrohen. Die Asiatische Hornisse sei für ihr aggressives Verhalten gegenüber Honigbienen bekannt und werde daher vor allem von Imkern als ernsthafte Bedrohung für die Bienenzucht, aber auch für andere Insekten gefürchtet.

Das nun beschriebene Exemplar ist 2,2 Zentimeter groß und wurde lebend im Stadtteil Billbrook auf einem Firmengelände gefunden. Die Hornissen, die vor allem in Südchina, Ostindien und Indonesien beheimatet sind, werden bis zu drei Zentimeter groß und sind damit kleiner als einheimische Hornissen.

Einzelfund oder schon Population dieser Hornissenart?

Es sei noch nicht klar, ob sich in Norddeutschland schon eine Population der Asiatischen Hornisse angesiedelt habe oder ob es sich bei dem in Hamburg entdeckten Tier um einen Einzelfund handele. “Angesichts der schnellen Invasionsgeschwindigkeit der Art und ihrer relativ hohen Klimatoleranz ist es jedoch durchaus möglich, dass die Art eigenständig nach Hamburg gelangt ist und sich dort jetzt vermehrt”, sagte Insektenkundler Martin Husemann.

via t-online

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